Historie – Skeleton

Die Entwicklung der Sportart

Im Jahr 1892 entwickelte ein Engländer einen neuartigen Schlitten, der größtenteils aus Metall bestand und einem Skelett ähnelte. Dieses Aussehen führte wohl letztendlich zu der Bezeichnung „Skeleton“. Im Jahr 1905 fand im österreichischen Mürzzuschlag das erste Mal ein Skeleton-Rennen statt. Seit 1923 ist die Disziplin Skeleton zusammen mit dem Bobsport in der „Fédération Internationale de Bobsleigh et de Tobogganing“ (FIBT) organisiert. Bereits in den Jahren 1928 und 1948 war Skeleton im Olympischen Programm vertreten. Nach einer 54-jährigen Pause ist die Sportart seit dem Jahr 2002 wieder Bestandteil der Olympischen Winterspiele.

Die Sportart

Beim Skeletonsport werden Wettbewerbe in den Disziplinen Frauen und Männer ausgetragen. Für gewöhnlich ermitteln die Sportler ihre Platzierungen an einem Tag in zwei Läufen, bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften an zwei Tagen in insgesamt vier Läufen.
Der Fahrer startet in gebückter Haltung mit einer Hand am Sportgerät und springt nach einem kraftvollen Sprint kopfvoraus auf den Schlitten. Für die Griffigkeit am Eis sorgen spezielle Sprintschuhe mit Spikes. Gefahren wird in Bauchlage und mit dem Kopf voran, wobei sich das Sportgerät durch wechselseitige Druckverlagerungen mit Beinen und Schultern steuern lässt. An dieser Art von Schlitten ist keine Bremsvorrichtung vorgesehen. Der Athlet bringt den Schlitten nach dem Zieleinlauf mit den Füßen zum Stehen.
Der Skeleton besteht aus einer Fiberglaswanne, die auf einem stählernen Fahrgestell befestigt ist. Links und rechts davon sind zwei Haltebügel befestigt. Der Schlitten, der eine Länge von 80 bis 120 cm haben muss, gleitet auf zwei Stahlkufen durch den Eiskanal. Die Gesamthöhe des Sportgeräts darf 8 cm nicht unter- beziehungsweise 20 cm nicht überschreiten. Das Maximalgewicht des Skeletons ist bei den Frauen auf 35 kg beschränkt, bei den Männern auf 43 kg.

Was macht den Sport aus

Bei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 145 km/h wirken Fliehkräfte von mehr als dem Fünffachen des eigenen Körpergewichts auf den Sportler. Diese hohen Belastungen erschweren es dem Fahrer, den Kopf in einer konstanten Position zu halten, wobei sich das Kinn nur wenige Zentimeter über dem Eis befindet.